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Zerstäubungssysteme

Wissen von A-Z

Die für das Räuchern eingesetzten Zerstäubungssysteme sind halbautomatische Steuerungen zur Erzeugung von Räucherrauch aus flüssigen, gereinigten Rauchkondensaten auf Wasserbasis (Raucharoma). Die Raucherzeugung erfolgt innerhalb der Räucherkammer durch Druckluftzerstäubung über eine oder mehrere Zweistoffdüsen. Art und Anzahl der zu platzierenden Düsen richtet sich nach der Größe und der Bauweise der Räucheranlage.

In der Zweistoffdüse werden Rauchkondensat und Druckluft miteinander vermischt. Die durch die Entspannung an der Austrittsöffnung der Zweistoffdüse freiwerdende Energie wandelt das Rauchkondensat-Luft-Gemisch in ein stabiles Aerosol mit einem Anteil an Gasphase um. Während der Räucherphase übernimmt die Steuerung des Zerstäubungssystems die Regelung der Zu- und Abluftklappen sowie die Taktung der Umluftmotoren der Räucherkammer. Die Räucherung erfolgt somit in einem geschlossenen System. Der für eine ausreichende Zerstäubung erforderliche Düsenluftdruck wird über ein elektronisch gesteuertes Druckregelventil reguliert. Der Luftdruck und die Menge des zu zerstäubenden Rauchkondensates werden an der Steuerung des Zerstäubungssystems eingestellt. Die effektive Menge des an der Düse ankommenden Rauchkondensats lässt sich an einem zwischengeschalteten Volumenstrommesser in der Einheit Liter pro Stunde ablesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 1: Tarber Smoke Master TG-4000micro Doppelsystem

Durch die Steuerung des Zerstäubungssystems werden auch die Räucherintervalle kontrolliert. Die Räucherintervalle gliedern sich in Zerstäubungsphase und in Umwälzungsphase. Das in der Rohrleitung zur Düse in der Räucheranlage befindliche Rauchkondensat wird nach jedem Räuchern mittels Druckluft in das Vorratsgebinde bzw. den Drucktank zurück gefördert. Der Drucktank wird nur dann unter Druck gesetzt, wenn effektiv geräuchert bzw. zerstäubt werden soll. Die übrige Zeit ist der Drucktank aus Sicherheitsgründen druckfrei. Durch das Entleeren der Flüssigkeitsrohrleitung am Ende des Räucherprozesses wird das Risiko verstopfter Leitungen minimiert. Sicherheitsfunktionen sorgen dafür, dass beispielsweise während der Trocknungs-, Koch- oder Backschritte in der Räucheranlage keinerlei Blockaden in der Rohrleitung oder in der Zweistoffdüse auftreten.

Es gibt Zerstäubungssysteme zur Ausrüstung einer einzelnen Räucheranlage als auch sogenannte Doppelsysteme. Bei diesen Zerstäubungssystemen sind alle Komponenten zur Ausrüstung von zwei Räucheranlagen Platz sparend in einem Gehäuse untergebracht.

Moderne Zerstäubungssysteme werden heutzutage bei der Herstellung von geräucherten Lebensmittelprodukten (z.B. Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Tofu) eingesetzt. Sie eignen sich für sämtliche Räucherverfahren, wie das Kalt- bzw. Klima-, Warm-, Heiß- und Dampfräuchern, in Chargenanlagen jeder Größe sowie in kontinuierlichen Durchlauf-Räucheranlagen im industriellen Bereich.

Neueste Entwicklungen von Zerstäubungssystemen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, den Rauch extern in einem bestimmten Gehäuse zu erzeugen und über das vorhandene Umluftsystem der Räucheranlage zu verteilen. Auch hier findet der Prozess emissionsfrei statt, da in einem geschlossenen Kreislauf geräuchert wird. Diese Art der Anwendung findet in erster Linie Einsatz bei Kalt- bzw. Klimaräucherverfahren.

Externes Zerstäubungssystem

Abb. 2: Externes Zerstäubungssystem


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