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TA Luft

Wissen von A-Z

TA Luft – Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 24.07.2002, erlassen nach § 48 des BImSchG. Sie ist ein an die Vollzugsbehörden gerichtetes Regelwerk zum Umweltschutz. 

Abs. 1 Anwendungsbereich: Diese Technische Anleitung dient dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen und der Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, um ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt zu erreichen.

bimschg

Die TA Luft enthält, nach § 48 BImSchG, Vorschriften über Immissions- und Emissionswerte, Grenzwerte sowie Bestimmungen über Messverfahren. Sie konkretisiert die im BImSchG festgelegten allgemeinen Anforderungen zur Luftreinhaltung, die bei der Errichtung und beim Betrieb, insbesondere von genehmigungsbedürftigen Anlagen, zu beachten sind. Sie trägt zu einer höheren Rechts- und Investitionssicherheit bei der Genehmigung von Anlagen bei und damit mittelbar zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

Link zur TA Luft in der Internetfassung des BMU (Bundesministeriumfür Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

Umweltschützende Vorsorge bei Räucheranlagen

Gemäß den Anforderungen zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen gibt es besondere Regelungen für Anlagen zum Räuchern von Fleischwaren oder Fisch.

TA Luft, Kap. 5.4.7.5 
Folgende bauliche und betriebliche Maßnahmen sind anzuwenden:
a) Räucheranlagen sind so zu errichten und zu betreiben,
- dass die Abgabe von Räuchergas aus der Räucherkammer nur möglich ist, wenn die Abgasreinigungseinrichtung ihre Wirksamkeit zur Einhaltung der Emissionswerte erreicht hat,
- dass die entstehenden Abfälle in geschlossenen Behältern gelagert werden. Ferner dürfen während des Räuchervorganges die Räucherkammern nicht geöffnet werden; dies gilt nicht für Kalträucheranlagen sowie für Anlagen, in denen ein Unterdruck besteht und bei denen bei geöffneter Räucherkammertür Rauchgase nicht nach außen gelangen können.
b) Abgase sind an der Entstehungsstelle (z.B. Räucherkammer) zu erfassen und einer Abgasreinigungseinrichtung zuzuführen oder es sind gleichwertige Maßnahmen zur Emissionsminderung anzuwenden.
c) Produktionsabfälle sind in geschlossenen Behältern bei einer Temperatur von weniger als 10 °C zu lagern.
d) Fischwaren sollen in geschlossenen Räumen mit einer Entlüftung aufbewahrt werden.

Durch den Einsatz von Gereinigten Rauchkondensaten werden Räucheremissionen in die Abluft aus zwei Gründen vermieden und somit die Grenzwerte der TA Luft eingehalten:

  • Bei der Erzeugung von Räucherrauch aus Gereinigten Rauchkondensaten findet keine thermische Verbrennung statt, CO und NOx können also gar nicht erst entfstehen.
  • Der Räucherprozess findet in einem geschlossenen System statt.

Aufgrund dieser positiven Gesamtökobilanz bewertet die TA Luft Gereinigte Rauchkondensate als Primärmaßnahme zur Emissionsminderung bei Räucheranlagen. Sie unterliegen somit nicht der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV).

EU-Richtlinien

Folgende EU-Richtlinien haben Auswirkungen auf die Luftreinhaltepolitik der Bundesrepublik Deutschland:


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