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Pessach

Wissen von A-Z

Pessach, auch Passah oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Der hohe Symbolwert des Festes liegt in der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und der damit verbundenen Befreiung aus der Knechtschaft. Das Word Pessach bedeutet dt.vorübergehen, verschonen.

Pessach ist das erste der drei Wallfahrtsfeste (neben Schawuot und Sukkot) und beginnt im Frühling am 15. Nissan (Vollmond im März/April). In Israel dauert es sieben, in der Diaspora acht Tage. Das Besondere an diesem Familienfest ist der Seder und der Verzehr von Mazzot/Matzen. Daher wird es auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt.

Matzen, das ungesäuerte Brot

Mazzot/Matzen sind ungesäuerte dünne Waffeln, die aus Wasser und einer der fünf Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel ohne Triebmittel gebacken werden. Der Backprozess darf 18 Minuten nicht übersteigen. Sie werden im Gedenken an die ungesäuerten Brote der Vorfahren beim Auszug aus Ägypten gegessen. 

Nach der Thora soll während des Festes keinerlei Sauerteig verzehrt werden. Daher findet in der Vorwoche ein großer Hausputz statt und sämtliche gesäuerten Nahrungsmittel werden verzehrt, verschenkt oder verkauft. Selbst das Geschirr wird ausgewechselt.

Seder

Der Begriff Seder bedeutet auf Hebräisch Ordnung (der Feier). Er steht für die spezielle Ordnung, nach der die Mahlzeiten der beiden ersten Pessach-Abende gestaltet werden.

Der Seder ist ein großes Festmahl in der Familie, das am Vorabend des Pessach vollzogen wird. Dabei werden die folgenden Speisen auf speziellen Tellern angeordnet (meist beginnend auf 12 Uhr und nach rechts gehend).

  • Maror - Bitterkraut (Meerrettich): steht für die Bitterkeit, die die Israeliten während ihrer Knechtschaft zu erdulden hatten.
  • Zeroa - Knochen: ein gerösteter Knochen steht für das Pessach-Opfer (Passalamm).
  • Karpas - Gemüse (Petersilie, Sellerie oder Kartoffeln): ist ein Zeichen für Frühling, Fruchtbarkeit; es steht für Hoffnung und Zukunft, wenngleich es auch in Salzwasser (Rückbesinnung an das überstandene Leid) getaucht wird.
  • Salzwasser: versinnbildlicht die Tränen, die vom Volk in seinem Unglück vergossen wurden.
  • Charosset - eine sämige Mischung aus geriebenen Äpfeln, Nüssen, Wein, Zimt: symbolisiert den Mörtel, den die Israeliten zum Städtebau in Ägypten herzustellen hatten.
  • Ei: steht als Trauersymbol für die beiden zerstörten Tempel, in dem sie das Festopfer (das Ei) darreichten.

Dazu gibt es Mazzot und vier Becher koscheren Wein. Wein gilt als Symbol für Freude und Frohsinn. Die vier Becher symbolisieren die vier Versprechen Gottes zur Erlösung Israels.

Zum Sederabend gehört auch die Lesung der Haggada, der ausführlichen Geschichte des Exodus, und das Singen des Hallel.

Omer-Zählen

Ab dem zweiten Pessach-Abend erfolgt das Omer-Zählen: es werden 7 volle Wochen (49 Tage) gezählt und damit das Pessach-Fest mit dem Festtag Schawuot, am 50. Tag, verbunden. Diese Zwischenzeit ist eine Art Trauerzeit, in der auf Annehmlichkeiten und Feiern verzichtet wird. Aufgehoben sind diese Verbote lediglich am 33. Tag, der Lag ba-Omer genannt wird. 


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