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Koscher

Wissen von A-Z

Das Wort Koscher stammt aus dem jiddischen und bedeutet so viel wie tauglich, rein - also zum Verzehr und/oder Gebrauch geeignet.

Koscher wird von dem Wort Kashrut, ein Abschnitt der Tora, das jüdische Speisegesetz, abgeleitet und beinhaltet eine Fülle von Verboten und Geboten. Als Koscher bezeichnete Lebensmittel sind demnach nach dem jüdischen Speisegesetz erlaubt. Fleischig – Parve – Milchig. Ist ein Lebensmittel tierischer Herkunft nicht Koscher so bezeichnet man es als treif.

Zur Klassifizierung sind folgende Aspekte grundlegend:

1. Die Unterscheidung von erlaubten und nicht erlaubten Tieren

2. Das Verbot des Blutgenusses

3. Die Aufteilung in „fleischige“ (hebräisch: basari), „milchige“ (hebräisch: chalawi) und „neutrale“ (parve) Lebensmittel

Koschere Tiere
Tiere, die zweigespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sind (z.B. Kühe, Schafe, Ziegen). Im Wasser lebende Tiere, die Flossen und Schuppen haben, demnach die meisten Süßwasserfische. Hausvögel wie Hühner, Enten, Truthahn, Gänse und Tauben, die jüdisch geschlachtet wurden.

Treife Tiere
Alle Tiere die keine zweigespaltenen Hufe haben und keine Wiederkäuer sind wie z.B. Schweine. Sie haben zwar gespaltene Hufe, aber sind keine Wiederkäuer. Kamele sind nicht kosher, weil sie zwar wiederkäuen, aber keine gespaltenen Hufe haben. Aal und Wels sind z.B. nicht erlaubt, da diese nach jüdischer Art keine Schuppen haben. Schalentiere, z.B. Hummer, Langusten, Muscheln, Tintenfische und Schnecken. Sämtliche Reptilien, Kriechtiere und Insekten.

Nach rabbinischen Vorschriften gilt, dass alle Produkte von koscheren Tieren ebenfalls als koschere Lebensmittel gelten. So ist die Milch eines koscheren Tieres selbst koscher, während die eines nichtkoscheren Tieres nicht erlaubt ist. Für Honig existiert hier jedoch eine Ausnahme, obwohl er von Bienen, welche als nichtkoscher eingestuft sind, hergestellt werden.

Schächten
Schächten bezeichnet das Schlachten koscherer Tiere. Es gehört zum wesentlichen Einhalten des Kashrut und ist das Wichtigste überhaupt, wenn es um den Genuss von Fleisch geht.

Das Schächten erfolgt i.d.R. wie folgt:
Zunächst erfolgt die Fleischbeschau durch den Schochet. Anschließend werden die Tiere durch ein spezielles Messer mit einem blitzschnell ausgeführten Schnitt quer durch die Halsschlagader getötet. Eine vorherige Betäubung ist untersagt da das Tier durch diese verletzt wird und das Fleisch dadurch zum Verzehr unbrauchbar wird. Mit dem Schächten soll das möglichst rückstandslose Ausbluten des Tieres gewährleistet werden, da nach jüdischem Glauben das Blut der Sitz der Seele ist und weder vergossen noch verzehrt werden darf. Die betäubungslose rituelle Schlachtung (Schächtung) ist in Deutschland aufgrund des deutschen Tierschutzgesetzes nur für begründete Ausnahmefälle unter strengen Auflagen erlaubt.

Nach der Shechita, wie sie im jüdischen bezeichnet wird, wird das Messer gereinigt und ebenfalls untersucht. Nach dem völligen Ausbluten erfolgt eine weitere Fleischbeschau, die sogenannte Bedika. Schließlich folgt die vorschriftsgemäße Entfernung des Nerven- und Sehnenteils am Hüftgelenk, sowie das Ausschneiden der Talg- und  Fettschicht. Blutreste müssen einwandfrei entfernt werden. Vor der Zubereitung des Fleisches wird dieses ausgewässert, gesalzen und gewaschen. Bei der Zubereitung ist weiter darauf zu achten dass fleischige (basari) Produkte  und Milchprodukte (chalawi) niemals in ein und demselben Topf zubereitet und auch nicht gleichzeitig verzehrt werden.

Neutrale (parve) Produkte, also alle Lebensmittel die weder Fleisch noch Milch enthalten, dürfen mit milchigen und fleischigen verzehrt werden.


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