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Benzo(a)pyren

Wissen von A-Z

Benzo(a)pyren (1,2-Benzpyren) gehört zur Substanzgruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Früher auch als 3,4-Benzpyren bezeichnet. Kürzel ist BAP.

Abb.: Strukturformel

 struktur benzoapyre

Summenformel: C20H12

Um Lebensmittel hinsichtlich ihrer Gehalte an PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) gesundheitlich bewerten zu können, wurde bisher als Leitsubstanz (Marker) der Stoffgruppe, d.h. stellvertretend für die gesamte Stoffgruppe, häufig Benzo(a)pyren analysiert. Auch die Höchstgehalte für Lebensmittel wurden bisher nur für Benzo(a)pyren festgesetzt. Auf europäischer Ebene wird diskutiert, ob nach dem derzeitigen Kenntnisstand vier Einzelsubstanzen, die Gruppe der sogenannten PAK4 (Benzo(a)pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen und Benzo(b)fluoranthen), die gesamte Stoffgruppe der PAK besser repräsentieren als Benzo(a)pyren alleine.

Verordnungen

Da zahlreiche PAK nachweislich karzinogen (krebserregend) sind, wurde die Verordnung (EG) Nr. 208/2005 erlassen (VO © Europäische Union, http://eur-lex.europa.eu). Darin sind für die verschiedenen Lebensmittel-Gruppen die Höchstgehalte an Benzo(a)pyren festgelegt (Anhang I, Abschnitt 7).
Auch in der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln ist dieser Sachverhalt geregelt, im Anhang, Abschnitt 6 (VO © Europäische Union, http://eur-lex.europa.eu). Für geräuchertes Fleisch und geräucherte Fleischerzeugnisse darf der Höchstwert nicht mehr als 5 µg /kg (Mikrogramm/kg) betragen.

Um eine Belastung des menschlichen Organismus zu vermeiden, bietet sich hier als interessante Alternative das Räuchern mit gereinigten Rauchkondensaten (Raucharomen) an. Für Raucharomen ist in der Verordnung (EG) Nr. 2065/2003 unter „Bedingungen für die Herstellung von Primärprodukten“ (Anhang I) ein Höchstgehalt von 10 µg/kg Benzo(a)pyren und 20 µg/kg Benzo(a)anthrazen festgelegt (VO © Europäische Union, http://eur-lex.europa.eu).

 

In experimentelle Untersuchungen unter Leitung von Prof. Dr. Stiebing wurde in 2008 der Einfluss unterschiedlicher Räucherverfahren auf die PAK-Gehalte bei verschiedenen Fleischerzeugnissen untersucht. Die veröffentlichten Ergebnisse sind in der Fleischwirtschaft 4/2008 „EU-Gesetzgeber will Raucharomen privilegieren“ nachzulesen.

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EFSA-Studie: Einfluss verschiedener Produktionsbedingungen auf Benzo(a)pyren-Gehalte

Die nachfolgenden Tabellen aus einem Report der EFSA von 2008 zeigen den Einfluss verschiedener Produktionsbedingungen auf Benzo(a)pyren-Konzentrationen in Lebensmitteln. BaP, engl. = Abkürzung für Benzo(a)pyren.

© EFSA. Scientific Report of EFSA: Findings of the EFSA Data Collection on Polycyclic Aromatic Hydrocarbons in Food, 2008, S. 25 - 27.
Link zur EFSA-Studie

Übrigens wird das Benzo(a)pyren für den Hautkrebs bei Schornsteinfegern verantwortlich gemacht.   


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